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Segelsaison 2025 der L'art de vivre

Die Yacht

Auf dieser Seite werden wir unsere Segeltörns im Jahr 2025 ab und zu etwas dokumentieren. Es soll kein Tageslogbuch sein, sondern nur kleine Ausschnitte zeigen, welche für Freunde und Bekannte spannend sein könnten. Damit seid auch ihr Teil der Crew!

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Wo sind wir gerade?

Unser Segelblog 2025

Frühlingstörn vom 3. - 12. März 2025

Frühlingstörn infolge Unfalls verschoben. Ich werde Anfang Mai auf's Schiff gehen, nicht um zu Segeln, sondern um einige Arbeiten durchzuführen, damit der Junitörn gemütlich gestartet werden kann!

Arbeitswoche vom 5. - 9. Mai 2025 

Damit meine Freunde im Juni nicht allzu stark "belastet" werden von meinen Umbauarbeiten habe ich beschlossen, im Mai eine Woche zum Schiff zu gehen und die wichtigsten Arbeiten durchzuführen. Als da wären:

  • Neue Dusch- und Lavabo Armaturen im Eignerbad;
  • Schalter für die Duschpumpe durch IP65 Drucktaster austauschen und über neu über ein Relais schalten;
  • Neuer Duschschlauch Aussendusche;
  • Neue Toilette im Gästebad;
  • Installation Galvanischer Isolator, um den Gleichstromanteil aus der Erdungsleitung zu filtern;
  • Installation Solaranlage (jetzt die definitive Installation 😊);
  • den Umbau auf Lithium Batterien werde ich dann im Juli 2025 machen. Das war zeitlich doch etwas zu knapp und eine Baustelle wollte ich nicht hinterlassen.

Einiges dazu habe ich dokumentiert auf YouTube (abonnieren, dann werdet ihr bei neuen Filmen benachrichtigt!): #1 Der Sanitärtag und # 2 - Installation eines galvanischen Isolators 

Soweit alles gut abgeschlossen... das Schiff ist jetzt bereits für den Junitörn!

 

Törn vom 31. Mai - 6. Juni 2025 mit Claudio und Jürg

Der Start erfolgt wie immer in der Veruda bei Pula. Claudio und Jürg sind alte Freunde aus unserer Clique und beides gute Segler. Leider hatten wir die ganze Strecke Wind voll auf die Nase. Wir mussten aufkreuzen und legten entsprechend viel Strecke zurück. Mit einem Reff im Segel kam man gut durch. Am Abend gingen wir dann meistens in einer Bucht vor Anker. In Silba wollten sie bereits 60 Euro für eine Boje haben – nach etwas Feilschen haben wir dann 40 Euro bezahlt. Das ist ein fairer Preis für eine Boje, von der man in der Regel nicht einmal weiß, wie gut sie am Boden verankert ist. Natürlich gab es auch dieses Mal wieder einige kleinere Reparaturen. So hing beispielsweise plötzlich das Schiffshorn nur noch am Kabel, weil sich die Schrauben mit der Zeit gelöst hatten. Das sollte jetzt mit neuen Schrauben und Loctite nicht mehr passieren. Der zweite Kühlkompressor für den Kühlschrank hatte wieder Unterdruck. Wahrscheinlich müssen nun einige Leitungen und Dichtungen ersetzt werden. Das neue Solarpanel lieferte allerdings immer genügend Strom, um den Kühlschrank tagsüber zu betreiben und die Servicebatterien zu laden. Insofern ist dieser Kompressor nicht mehr so wichtig wie früher. Zum Kulinarischen: Jürg und Claudio sind hervorragende Köche, die mit wenigen Mitteln viel kreieren können. So hatten wir immer ein tolles Abendessen auf dem Schiff und jeden Tag frisches Brot von unserem Schiffsbäcker Claudio. Das war natürlich etwas ganz Besonderes, inklusive der Anschnitt Zeremonie kurz nach dem Backen. Generell hat es super mit Jürg und Claudio gepasst. Sie sind tolle Segler, die das Schiff nach einer kurzen Einführungszeit sicher beherrschen und führen konnten. Zum Törn mit Claudio und Jürg gibt es auch einen Film.

2025 06 10 Boot vor Anker

Vor Anker kurz vor Zadar bei Ugljan

2025 06 10 Claudio und Jurg

Claudio und Jürg auf Murter (KonTiki Bar)

2025 06 10 Frische Zupfe

Frischer Zopf aus dem Ofen

2025 06 10  Sonnenuntergang

Der obligatorische Sonnenuntergang

Am Mittwoch nach der Rückreise von Claudio und Jürg bin ich in der Bucht vor Trogir vor Anker gegangen und habe die Zeit bis zur Ankunft der nächsten Crew am Samstag für ein paar kleinere Reparaturen genutzt. Unter anderem habe ich den schon lange auf dem Schiff befindlichen Auspuffthermostat installiert und konfiguriert. Läuft wunderbar und ist eine zusätzliche Sicherung gegen eine Überhitzung des Motors.

Auspuffthermostat

Auspuffthermostat

Claudio und Jürg schreiben zu ihrem Törn auf der L'art de vivre:

Testimonial L’art de vivre

Wo der Name Programm ist! L’art de vivre, viel mehr als ein normaler Segelurlaub. Herrliche Tage in Kroatien, mit viel Sonne und immer hart am Wind. Mit Urs hatten wir einen Skipper, dem man vertrauen kann. Selbst in der Nacht und bei hoher See bleibt er die Ruhe selbst und führt Schiff und Mannschaft sicher und zuverlässig ans Ziel.

Wir konnten nur staunen, wie wenig wir wussten und was wir alles von Ihm lernen konnten.

Am Abend in der Bucht kamen dann auch die Qualitäten der Mannschaft an die Oberfläche. Backen und Kochen, Auf­tischen und Abwaschen und auch da war sich Urs nicht zu schade mitanzupacken. Die langen Gespräche bis tief in die Nacht beschlossen dann die Tage und später in den Kojen eine herrliche Ruhe und tiefen Schlaf.

L’art de vivre halt, nirgends besser zu erleben als bei Urs auf seiner Yacht.

Segeln ⭐⭐⭐⭐⭐

Essen ⭐⭐⭐⭐⭐

Schlafen ⭐⭐⭐⭐⭐

Freunde ⭐⭐⭐⭐⭐

 

Törn vom 14.-21. Juni 2025 mit Conny, Barbs und Pesche

Und weiter gehts mit neuer Crew. Barbs und Pesche sind langjährige und sehr gute Freunde. Conny als meine Frau hat an Bord den Rang eines Admirals und dementsprechend das Kommando. Ich bin lediglich der folgsame Schiffsführer. Wetter zu Beginn ganz schön mit gutem Wind. Besuch des netten Dörfchens Stomorska. Wirklich toll dort! In Primošten mangels Hafenplatz und Bojen dann draussen ankern müssen und mit dem Dinghi ins Städtchen gefahren zum Abendessen. Anschliessend etwas überstürzte Rückfahrt, weil das Wetter zunehmend schlechter wurde und sich ein Gewitter ankündigte. Damit wir noch einigermassen trocken zum Schiff kamen, haben wir auf die obligatorische Glace nach dem Essen verzichtet. Am Ankerplatz dann die Überraschung. Ein Charterboot war sehr nahe bei uns geankert und deren Anker hat sich wahrscheinlich am Schluss sogar in unserer Kette verfangen. Wie kann man nur!!! Dazu drehte infolge des Gewitters der Wind von See kommend mit 20 Knoten, mit entsprechenden Wellen. Die Ankerkette zwar verlängt auf rund 75 Meter aber das half nichts. Der fremde Ankerlieger folgte uns an der Kette und die dortige Crew musste fortan das Schiff mit Motor und Bugstrahlruder von uns freihalten. Glücklicherweise löste sich deren Anker am nächsten Morgen relativ problemlos von unserer Kette. Es war eine kurze und etwas mühsame Nacht mit Ankerwache und kurzem Schlaf. Eine Entschuldigung? Nein... ist für diese Crews wohl der Normalfall... Tags darauf dann bei Bora in Richtung Vodice gefahren in die ACI Marina. Endlich Zeit etwas auszuruhen.

2025 06 17 Maurer und Burchs in VodiceAlle zusammen in der Konoba "More" in Vodice

2025 06 17 Conny am SteuerConny am Steuer - noch vor unserem Anker-Erlebnis in Primosten

Törn vom 21.-28. Juni 2025 mit Conny, Ute und Martin

In Zadar gab es dann wieder einen Crewwechsel. Barbs und Pesche blieben noch einen Tag länger in der Stadt, da sich das Abflugdatum ihres Flugs verschoben hatte. Es gibt schlimmere Orte, an denen man einen zusätzlichen Tag verbringen kann. Zadar mit seinen vielen römischen und venezianischen Ruinen ist eine sehr spannende Stadt und bietet wie viele andere Städte in Kroatien auch einen guten Mix aus Antike und Moderne. Mit Ute und Martin, den Voreignern und sehr guten Freunden von uns, ging es dann wieder nordwärts in Richtung Pula. Es war eine sehr schöne Reise mit vielen Zwischenstopps an altbekannten Orten wie Silba mit seinem an die Karibik erinnernden Sandstrand und dem von Touristen gerne besuchten Liebesturm. Für die Besteigung ist allerdings etwas Mut erforderlich, da es für Nicht-Schwindelfreie recht gefährlich sein kann. Der Außenbordmotor des Dinghis lief weiterhin nicht wirklich gut. Auch nicht nach einer erneuten „Inspektion”. Als letzte Möglichkeit vermuteten wir dann altes Benzingemisch, da es sich um einen Zweitakter handelt. Dieser Motorentyp wurde aus Gewichtsgründen gewählt. Er ist lediglich 12,5 kg schwer und lässt sich deshalb einfach vom Schiff auf das Dinghi transportieren. In Mali Lošinj haben wir das alte Benzin mit der Ölpumpe herausgesaugt und bei der Tankstelle entsorgt. Mit dem neuen Benzin-Öl-Gemisch lief der Motor wieder einwandfrei. Das ist wichtig in einem Seegebiet mit vielen Inseln und Buchten, wo es mit einem Motor am Dinghi einfacher ist, an Land zu kommen.

2025 06 28 Martin und UteMit Ute und Martin (Silba)

2025 06 28 Liebesturm in Silba

Liebesturm auf Silba

2025 06 28 Karibikfeeling SilbaKaribikfeeling auf Silba....

2025 06 28 Im Hafen SilbaIm Hafen Silba

2025 06 28 Conny und Ich in Silba

Conny und ich als Touristen ;-)

2025 06 30 Torntrack Juni

Törntrack vom Juni 2025

14. - 16. Juli 2025 - Umbau von AGM auf LiFePo4 Batterien

Jetzt geht es los! Wollte ich eigentlich erst im 2026 machen, aber warum warten... Umbau der Servicebatterien auf LifePo4! So sieht der aktuelle Plan aus: 

2025 07 14 LiFePo4 Umbau

 Schema der Neuinstallation

2025 07 14 Lithium Material

Zu verbauendes Material

2025 07 14 Lithium Motorenraum

Motorenraum

2025 07 14 Lithium Einbau Kartentisch

Sitz beim Kartentisch - noch etwas unaufgeräumt... 

2025 07 14 Lithium Batteriebank

Die neue Lithium Batteriebank

Mit rund 420 Ah ergibt sich eine Kapazitätserweiterung um fast den Faktor 3 gegenüber dem bisherigen System. In Kombination mit der bereits installierten Solaranlage sollte eine ausreichende Stromversorgung, insbesondere bei Nachtfahrten mit eingeschalteten Navigationslichtern, Radar und Autopilot, gewährleistet sein. Bereits heute lädt die Solaranlage die bestehenden AGM-Servicebatterien tagsüber vollständig auf. Dies funktioniert allerdings nur, wenn die Sonne scheint🌞. Film unter: Umbau von AGM- nach Lithiumbatterien.

26. Juli - 9. August 2025 - Törn mit Marianne und Edi

Der Start am 26. Juli verlief etwas zögerlich. Zunächst gab es zwei Tage lang Regenwetter. Das war ideal, um noch ein paar kleine Dinge auf dem Schiff zu erledigen, Einkäufe zu machen und eine gründliche Einweisung in die Technik des Schiffes zu geben. Marianne und Edi sind alte Freunde aus dem Segelclub und sehr gute Segler. Die Einweisung war dann auch entsprechend kurz... Dann ging es los. Zunächst in Richtung Medulin, dann nach Osor und Ilovik. In Rovenska haben wir uns eine Muring eingefangen, die ich dann aus dem Propeller entfernen musste. Zum Glück habe ich auf dem Schiff eine gute Tauchausrüstung.

2025 07 31 Marianne

Marianne...

2025 07 31 Edi

Edi..

2025 07 31 Ich

Me, myself and I...

2025 07 31 Kanaldurchfahrt bei Osor

Kanaldurchfahrt in Osor. Immer wieder ein Spektakel!

In Zadar angekommen, mussten wir auf „Reede“ warten, da der Hafen mit Charterern voll war. Dafür konnten wir vom Ankerplatz aus baden, was in der Marina nicht möglich gewesen wäre. Es waren zwei tolle Wochen mit ambitionierten Seglern! Marianne und Edi blieben bis Dienstag in der Stadt und genossen Zadar mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten.

9. - 22. August 2025 - Törn mit Silvia und Stefan

In Zadar kamen dann Silvia und Stefan an Bord, tolle Freunde aus unserer Clique in Bern. In Zadar ging es zuerst mit Einkäufen und einer ausgiebigen Stadtbesichtigung weiter. Danach fuhren wir um die Insel Ugljan herum in eine schöne Bucht und von dort aus immer weiter südwärts. In Jezera war ich noch nie, aber ich habe den Tipp bekommen, mich auch dort einmal umzuschauen. Es ist ein kleines Städtchen mit einer recht großen und sauberen ACI-Marina. Preislich hat es auch gestimmt und ich kann es anderen Seglern ebenfalls empfehlen. Auf diesem Törn haben wir seit langem einmal wieder den Gennaker herausgenommen und gesegelt. Das ist immer wieder schön, insbesondere, wenn man damit auch baulich schnellere Boote überholen kann.

2025 08 12 Silvia und Stefan

Silvia und Stefan beim Zmörgele in Jezera

2025 08 12 Zadar by Night

Zadar by Night

2025 08 12 Gennaker segeln

Gennaker segeln kurz vor Jezera

Es war ein toller Törn mit den beiden! Ich glaube, sogar Stefan hat es gefallen. ;-) Wir sind bis zur Höhe von Hvar in einer Bucht gewesen und dann zurück nach Trogir gekommen.

22. August - 6. September 2025 - Törn mit Admiral Conny

Im Hafen von Trogir werfen wir zuerst den Anker aus. Am Abend gehen wir dann in die Stadt zum Abendessen. Mal schauen, was uns in den kommenden zwei Wochen auf See erwartet! Wir verbrachten noch einen gemütlichen zweiten Tag vor Anker und bereiteten unsere Abreise vor. Am Abend ging es dann nach Seget mit seiner unendlich langen Strandpromenade in Richtung Westen. In Stomorska machten wir eine etwas unschöne Erfahrung mit einem jugendlichen Motorboot-Skipper, der weder Anstand noch die Regel „rechts vor links” zu kennen schien. Die Diskussion an Land zeigte, dass er wohl eher mit Amöben als mit Menschen verwandt war. Nun ja, es gibt eben unterschiedliche Homo sapiens. Da ich noch nie „hinter” der Insel Brač durchgefahren war, haben wir die schöne Ortschaft Igrane entdeckt. Ganz nett und touristisch. Bei ruhigem Wetter konnten wir direkt vor der Fussgängerpromenade ankern.

2025 08 27 Stadt Igrane by Night

Stadt Igrane by Night

2025 08 27 Leuchtfeuer bei Sucuraj am Ostende der Insel Hvar

Leuchtfeuer bei Sucuraj am Ostende der Insel Hvar

2025 08 27 Urs und Conny

Wir beide ;-)

2025 09 01 Conny in Korcula

Conny in Korcula

2025 09 01 Porto Us bei Korcula

Die L'art de vivre vor Porto Us (Korcula)

In Korčula haben wir dann noch Gas und Diesel gebunkert. Alle Treibstoffe waren wieder vollständig verfügbar, wenngleich ich mir über die korrekte Funktion des Druckreduzierventils der Gasflasche nicht so sicher war. Das werde ich demnächst auswechseln müssen.

2025 09 05 Sicht von Zaton auf Dubrovnik

Letzter Halt in der Bucht von Zaton. Spaziergang vor dem Abendessen in einer gemütlichen Hafenbeiz.

7.  - 13. September 2025 - Törn mit Paddy und Frank

Jetzt geht es mit neuer Crew und neuem Ziel weiter. Conny war noch eine Nacht dabei, dann musste sie leider wieder nach Hause fliegen. Paddy und Frank – leider ohne Stefan – sind die neue Crew und bereit für das Abenteuer Montenegro. Auch diese beiden kenne ich schon einige Jahrzente aus der Clique. Wir haben schon viel zusammen erlebt und sie sind nicht zum ersten Mal mit mir auf dem Schiff. 

2025 09 05 Dubrovnik Nachtessen

Letztes Nachtessen mit Conny und erstes Nachtessen mit Paddy und Frank in Dubrovnik!

Zunächst muss in Dubrovnik aber ausklariert werden, bevor es losgehen kann. Bei Unterlassung drohen saftige Geldstrafen und mühsame Prozeduren. Das Ausklarieren war dann aber kein Problem. Leider hatten wir keinen Wind und mussten die 31 Seemeilen bis zum Einklarierungshafen in Zelenica unter Motor fahren.

2025 09 07 Sudlichster Punkt in Montenegro

Südlichster Punkt von Kroatien - rechts gehts nach Montenegro rein!

2025 09 07 Vorbereitung furs Einklarieren

Vorbereitung fürs Einklarieren in Zelenica

2025 09 07 Erstes Bier in Montenegro

Erstes Bier in Montenegro!

Wir haben in Zelenica einklariert und sind dann die erste Nacht in der daneben liegenden Lazure Marina geblieben. Alles war in Ordnung, bis der Marinero am kommenden Vormittag den Pier mit dem Kärcher reinigen wollte und dabei die gesamte Bordwand mit Dreck vollspritzte. Na ja, ich habe mir dann den Kärcher selbst geholt und alles gereinigt. Nach einem Ankerstopp vor Tivat bei Sveti Marko ging es dann etwas ins Hinterland. Eigentlich wollten wir in Perast anlegen, dort, wo davor die Insel Gospa od Skrpjela liegt. Nach dem Anlegen sagte man uns jedoch, dass dies angeblich seit neuestem nicht mehr erlaubt sei. Na ja, wir haben wohl einfach die Anlegeplätze der vielen Touristenboote besetzt, was wohl nicht gewünscht war.

2025 09 14 Gospa od Skrpjela

Gospa od Skrpjela (rechts), welche man besuchen kann, und links ist Sveti Djordje, die nicht besichtigt werden kann, da das Kloster noch in Betrieb ist. Fun Fact: Die Insel Gospa od Skrpjela wurde künstlich erbaut auf den Wrackteilen gesunkener Schiffe und durch Aufschüttungen.

Wir sind dann weiter nach Risan ganz im Nordwesten von Montenegro, was auch sehr eindrücklich war.

2025 09 14 Angelegt in Risan

Vor Risan an Quai

Anschliessend ging es nach Kotor weiter. Am nächsten Tag haben wir dann auch erfahren, weshalb Montenegro so heißt, denn die Berge dort können tatsächlich schwarz werden. Wir hatten etwas Wind und dunkle Wolken, haben uns in einer ruhigen Minute aber entschlossen, den Hafen zu verlassen. Hohe Wellen sind dort nie zu erwarten, aber wir hatten mit rund 20 Knoten achterlichem Wind doch etwas Druck im gerefften Genua. Mit 8 Knoten ging es den Fjord wieder hinaus in Richtung Tivat.

2025 09 14 Einkaufen in Kotor

Typischer Einkaufsladen in Kotor... klein und fein ;-)

In Kotor habe ich den Rest meiner Pizza mit aufs Schiff genommen, aber leider nicht gleich verpackt und in den Kühlschrank gestellt. Das Ergebnis war, dass ich mehr oder weniger die ganze Nacht auf der Toilette verbracht habe. Das hat dann auch noch zwei Tage nachgewirkt. Frank und Paddy mussten am Ende Tivat schliesslich alleine besichtigen. Schade, schade ...

2025 09 14 bye bye Urs

Das bye bye Bier von Frank und Paddy am Samstagabend in Tivat....

Ich habe mich dann noch zwei Tage vor die Bucht von Tivat gelegt, um mich etwas auszukurieren, und habe gleichzeitig versucht, den Kettenzähler zu reparieren. Ich habe den Fehler lokalisiert, kann die Reparatur aber nicht hier auf dem Schiff durchführen, sondern muss die Elektronik mit nach Hause nehmen.

14. - 21 September 2025 - Törn mit mir, myself and I

Zum ersten Mal bin ich allein auf dem Boot. Nach dem Bunkern geht es wieder los, dieses Mal auf der Adriaseite. Ich bin gespannt, welche netten Orte und Buchten es dort gibt. Zunächst bin ich aber in der Nähe von Tivat geblieben, da ich immer noch Magenprobleme hatte. Die aufgewärmte Pizza sollte mir noch ein paar Tage lang schwer im Magen liegen.

2025 09 22 Plakat The Ocean Race Tivat

Na ja in Tivat war gerade der Zieleinlauf des Ocean Race. War auch ganz interessant dieses Spektakel etwas mitzuverfolgen.

2025 09 22 Tivat Hafen

Der Hafen von Tivat, der jetzt den Namen „Porto Montenegro” trägt, ist eher für große Yachten ab einem Restwert von 20 Millionen Euro gebaut. Schiffe wie meines, die nur 14 Meter lang sind, sind dort bestenfalls geduldet. Die Leute sind aber sehr nett!

2025 09 22 U Boot Bunker

Bei der Weiterfahrt entdeckte ich dann auch die U-Boot-Bunker, von denen es dort viele gibt. Am ersten Tag haben wir sie nicht gesehen, man muss erst das Auge dafür bekommen.

 2025 09 22 Felsen vor Budva

Da der Wind nicht sonderlich gut war, ging es als Erstes in eine kleine Bucht zum Übernachten. Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Budva. Die Felsen am Eingang sind eindrucksvoll und es gibt hier viele Untiefen. Man muss schon genau auf die Seekarte schauen, um nicht auf eine Sandbank aufzulaufen.

2025 09 22 Altstadt Budva

Schade, dass Budva selbst zu einer Wolkenkratzer-Stadt geworden ist. Das gleiche Bauverhalten wie in den 70er Jahren in Spanien. Einzig die Altstadt ist sehr schön. Sie ist jedoch nur zu empfehlen, wenn nicht so viele Touristen dort sind, da es sonst in den Gassen schnell eng wird.

2025 09 22 Feuerwerk Tivat

Zum Schluss ging es zurück nach Tivat, um auszuklarieren. Das ist dort einfacher als in Zelenica, weil der Pier wesentlich yachfreundlicher gebaut ist. Allerdings musste ich ans andere Ende der Marina laufen, da sich die Hafenmeisterin in ihrem Zweitbüro befand. Eine Agentin hat mich netterweise wieder zurückgefahren, wodurch ich mir weitere 15 Minuten Fussmarsch durch den ganzen Hafen erspart habe.

22. - 28. September 2025 - Törn mit Simone und Rolf

So fertig lustig! Jetzt kommt wieder Leben an Bord. Simone und Rolf, auch sehr tolle Freunde aus Bern, haben sich für heute Abend angemeldet und werden gegen 18 Uhr im Hafen eintreffen. Ich werde dafür sorgen, dass ein kühles Begrüssungsbier im Kühlschrank bereitsteht! Anschliessend geht es nach dem ersten Abend in Dubrovnik und den Einkäufen am folgenden Tag in die erste Bucht zum Übernachten. Simone und Rolf haben noch ein paar Ersatzteile mitgebracht. Unter anderem einen neuen Inverter, an den wir jetzt auch die Nespresso-Kaffeemaschine anschliessen können. Somit gibt es jetzt auch in der Bucht feinen Kaffee – auch ohne Landstrom.

2025 09 26 Simi und Rofe Prost

Begrüssungsbier!

2025 09 26 Simi und Rofe am Kochen

Simone und Rolf kochen an Bord

Es folgen etliche Buchten und schöne Ortschaften wie z. B. Korčula, bis es dann „Tschüss” heißt in Supetar auf der Insel Brač. Für mich geht es dann weiter nach Trogir, wo ich die letzte Crew dieses Jahres treffe.

2025 09 30 Schiff in Supetar

Schiff in Supetar - Simone und Rolf verlassen das Boot

2025 09 30 Motor Kabel einbauen

Auf dem Weg nach Trogir die Flaute genutzt, um noch ein neues Kabel zwischen Solarregler (roter Kreis) und Backskiste einzubauen...

2025 09 30 Backskiste ausraumen

Bis man den Weg für das Solarkabel gefunden hatte, mussten zunächst zwei Backskisten geräumt und die Abdeckungen entfernt werden. Das war ein Knochenjob. Das Solarpanel am Heck kommt dann im kommenden Frühling und wird über den Winter die Motorenbatterie laden.

30. September - 2. Oktober 2025 - Törn Cornelia und Arno

Arno und Cornelia kommen heute Nacht in Trogir an. Zunächst wollen sie sich vielleicht noch etwas Trogir anschauen und etwas Kleines essen. Danach gehen wir ins Bett. Am Morgen steht ein grosser Einkauf für die Reise zurück in den Norden an. Wir hoffen auf guten Wind!

2025 10 04 Arno und Conni

Arno und Cornelia verließen das Schiff dann in Zadar, um ihre Reise auf dem Landweg fortzusetzen. Für mich hieß es dann, zurück in die Veruda zu fahren und das Schiff winterklar zu machen. Zum Saisonende gibt es immer wieder viel zu tun!

2025 10 05 Gesamttorn Adria

Insgesamt 1602 sm (2968 km) in der Adria von Istrien bis Montenegro gesegelt

In der Veruda angekommen, ging es mit dem Aufräumen weiter. Auf dem Programm standen Putzen, Motorenservice (Öl- und alle Filter wechseln), das Durchspülen des Motors mit Süsswasser und das Einwintern sowie das Bringen des Genuas zum Segelmacher. Der UV-Schutz musste erneuert werden. Dieser hatte in den letzten Jahren etwas gelitten, insbesondere beim Wenden durch die Wanten. Da gab es einige Risse und Löcher. Eine Reparatur lohnte sich nicht mehr, deshalb musste es komplett ersetzt werden. Den Segelmacher Sebel in Banjole kann ich auch gut weiterempfehlen. Er macht gute und schnelle Arbeit zu fairen Preisen.

Am 7. Oktober ging es dann wieder nach Hause und jetzt ist Winterpause... bis April?

2025 11 19 Eingewintert

Die LDV im Winterschlaf...